Americas Cup
Entwicklung bis Heute
Im August des Jahre 1851 segelgn ein britisches und ein amerikanisches Schiff rund um die britischen Inseln mit dem Ziel sich in einer Regatta zu messen. Der amerikanische Schoner „America“ des New York Yacht Club gewinnt den Pokal und verwahrt mit der Auflage, dass der Pokal von Yachtclubs der ganze Welt herausgefordert werden könne. So erhielt die Regatta zu Ehren der Siegerin den Namen AMERICA´S CUP und wird fortan als ältestes und berühmtestes Matchrace der Welt gesegelt.
Die Standardregeln erklärt eine Stiftungsurkunde, das sog. „Deed of gift“ in so weit, dass es vorschreibt das der Herausforderer immer aus einer anderen Nation stammen muss als der Verteidiger. Der Herausforderer bestimmt dabei den Yachttyp und der Verteidiger das Regattarevier. Das Format bleibt jedoch sehr flexibel dadurch, dass Verteidiger und Herausforderer abweichende Regeln vom Cup vereinbaren können. In einer legendären Siegesserie verteidigen die Americaner ihren Pokal über 132 Jahre lang in den unregelmäßig stattfindenden Regatten bis 1983.
In den 30er Jahren wurde der Cup auf 41 Meter langen J-Yachten ausgetragen. Nach dem zweiten Weltkrieg steigt man auf kleinere 20 Meter lange Yachten um. Von 1983 bis 2007 wurde dabei der Louis Vuitton Cup als Qualifikationsregatta der Herausfordererteams des America´s Cup gesegelt. Als 1983 ein Australisches Team nach 132 Jahren den Pokal aus den amerikanischen Vitrinen holt und schon 1987 der Pokal zurück nach America wandert folgt 1988 das berühmte Mis-Match, indem Neuseeland auf einer 36m-Yacht gegen die Amerikaner auf einem Katamaran antritt. Die Regatta endet vor Gericht mit dem gegenseitigen Vorwurf von Regelbruch beider Parteien.
Die Grenzen des Regelwerkes waren damit mehr als überzogen und es kommt zur Festlegung einer Yacht-Klasse, wodurch ab 1992 nur noch Yachten der „International America’s Cup Class“ (IACC)gegeneinander antreten dürfen. Der moderne America´s Cup gibt einen Rahmen vor, in den sich alle teilnehmenden Boote integrieren müssen. Ein maximales Gewicht von 24 Tonnen, eine maximale Breite von 4,5 m und ein maximaler Tiefgang von 4,1 m sind die Richtlinien aus denen sich Länge, Segelfläche und Verdrängung ergeben. Zudem darf eine IACC-Yacht 17 Besatzungsmitglieder führen sowie einen zusätzlich Gast. Die Yachten werden fortlaufend mit Segelnummern versehen, wobei die Nationalität keine Rolle spielt. So ergeben sich für eine damalige typische IACC-Yacht etwa 26 Meter Länge über alles und 4,5 Meter Breite. Der Tiefgang beläuft sich auf 4,1 Meter, der Mast ragt mit einer Länge von 33 Metern aus dem Schiffsdeck. 320 Quadratmeter Segelfläche am Wind treiben die Racer bei den Matchraces voran, davon 215 Quadratmeter Großsegel. Die Spinnakerfläche beträgt 160 % der gesamten Segelfläche. Maximal 24 Tonnen Gesamtgewicht, davon 19 Tonnen Kielballast bringt ein Schiff auf die Waage.
Der Americas Cup wie man ihn eigentlich kennt
Und das was durch den Wettstreit von Alinghi und OracleBMW daraus geworden ist:
Mehr über den aktuellen Stand im America’s Cup
Der America´s Cup ist ohne Zweifel die Königsklasse des Segelsports. Die Beste Crew ist nur genauso gut wie ihr Schiff. Die vielen Jahre Erfahrung brachten Konstrukteure und Designer auf einen Level der technischen Perfektion. Zum 33. America´s Cup sollte, um das Rennen noch enger und sportlicher zu machen eine neue Bootsklasse eingeführt werden. Nach vielen Diskussionen und Rechtsfragen präsentierte man schließlich die Regeln zur neuen America´s Cup Class, Version 5. Ein America´s Cupper ist eine sogenannte Slup. Sie besitzen nur einen einzelnen Mast mir einem dreieckigen Vorsegel und einem Großsegel. Der Raum für Innovation ist auch nach dem neuen Rahmen noch vorhanden, doch die Rennyachten werden sich immer ähnlicher. Grundlegend ist zu sagen, dass man von einer Rating-Formel zu einer Box-Regel wechselte. Das bedeutet, dass die einzelnen Maximalwerte nicht mehr voneinander abhängen sondern unabhängig zueinander festgelegt sind.


[...] Der ewige Streit um den America’s Cup Eigentlich komisch was da abgeht. Früher als der America’s Cup das erste mal ausgetragen wurde, forderte das eine schnelle Boot ein anderes heraus. Beide Boote waren total unterschiedlich. Als dann der America’s Cup zu einem festen Event wurde, fing man an den Bootseignern Regeln aufzulegen. Was zu der IACC Yacht führte, also den America’s Cuppern die man so aus den letzten Jahren kennt. Nun haben sich die beiden Teams, Oracle und Alinghi bis an die Grenze der Stiftungsurkunde des America’s Cup gewagt und komplett andere Yachten entwickelt. Das scheint also alles konform zu sein, es wird jetzt natürlich um jeden Punkt gestritten um den Wettkampf „faire“ zu gestalten. Allerdings muss man sich jetzt fragen, warum eigentlich BMW Oracle den Gewinner Alinghi herausfordern kann? Denn sonst wurde das ja extra ausgesegelt. Jetzt darf also nicht der beste Segler sondern der mit dem meisten Geld den Titelverteidiger herausfordern. Mehr Infos über den America’s Cup erhaltet Ihr auf Yacht.de und beim America’s Cup auf Ostsee-Action.de [...]
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