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Volvo Ocean Race

Sie gilt als eine der härtesten Regattaherausforderungen die der Segelsport zu bieten hat. Als Spielbälle der Naturgewalten hunderte Kilometer von der Küste entfernt auf offener See segeln die Sportboote des Volvo Ocean Race mehr als 45.000 Kilometer rund um die Welt und kämpfen um den Titel des Besten, Schnellsten und Stärksten unter ihnen.
Als WHITBREAD ROUND THE WORLD RACE startet die Geschichte dieser hochrangigen Segelregatta erstmalig am 8. September 1973 in Portsmouth. Der damalige Hauptsponsor, die britische Brauerei Whitbread gibt dem Event einen Namen unter dem es dann alle vier Jahre einmal um die ganze Welt segelt. Nach dem Start im Herbst in Europa führt die Route weg von der Küste hinaus auf das offene Meer durch Wellen von bis zu 30 Metern Höhe und orkanartigen Windgeschwindigkeiten über den Atlantik rund um Afrika über den Südpazifik nach Amerika und anschließend wieder zurück nach Europa. Jede Regatta wird dabei in Etappen gesegelt. Diese werden durch Punktvergabe einzeln gewertet, wobei die gesegelte Zeit in eine gewertete Zeit umgerechnet wird. So ergibt sich letztlich das Endergebnis. 1997-1998 zur siebten Austragung beteiligt sich Volvo für den Hauptpreis. Die Regatta erhällt daraufhin den Namen Whitbread Round the World Race for the Volvo Trophy. Abgekürzte steht aber immer noch der Name Whitbread auf dem Papier. Erst zum 8. Regattalauf 2001-2002 erhält die Regatta nach einem vollständigen Sponsorenwechsel ihren neuen Namen Volvo Ocean Race den sie bis heute trägt. Nach dem Volvo Ocean Race 2005-2006 wurde beschlossen die Regatta von nun an alle drei Jahre durchzuführen.

Von der ersten Regatta 1973 bis zum Volvo Ocean Race 2008 kam es zur immer fortwährenden Entwicklung dieser Regatta ROUND THE WORLD. Zur ersten Austragung Whitebread 1973-1974 starten 17 Yachten unterschiedlichster Proportionen. Mit dem Zieleinlauf der siegenden Yacht Sayula II, einer Serienyacht vom Typ Swan 65 aus der finnischen Werft Nautor´s Swan und ihrem Steuermann Roman Carlin aus Mexico gehen 133 Tage und 13 Stunden Segelsport auf höchstem Niveau zu Ende. Erste deutsche Yacht und Last Ship Home war die Kieler Segelyacht Peter von Danzig mit Steuermann Reinhardt Laucht. Leider hatte man Ende der Regatta zum Teil tragische Verluste zu verzeichnen, denn während des gesamten Rennens ertrinken 3 Segler.
Die Whitebread 1977-1978 startet für 15 Racer an einem verregneten und stürmischen 27. August 1977 in Southampton. Alle Boote erreichen nach 50.000 Kilometer das Ziel dieses zweiten Rennens rund um die Welt. Allen voran die Siegeryacht Flyer, entworfen von Sparkman & Stephens, zum Sieg geführt von Skipper Cornelius van Rietschoten aus den Niederlanden. Am 8. August 1981 starten 29 Boote in Southampton zur Whitebread 1981-1982. In allen 4 Etappen ist die Flyer II, eine der argentinischer Werft German Frers entworfene Maxi-Yacht Etappensieger nach gesegelter Zeit. Beeindruckend ist der Sieg von Skipper Cornelius van Rietschoten am Ende der Regatta sowohl nach gesegelter als auch nach berechneter Zeit. Zur Whitebread 1985-1986 starten am 29. September 1985 wiederholt in Southampton 15 Racer. Die L’Esprit d’Equipe mit Skipper Lionel Péan gewinnt die Regatta in einer korrigierten Zeit von 111 Tagen und 23 Stunden. An der Whitebread 1989-1990 nehmen verschiedene Bootsklassen teil. Es ist diese Regatta, mit der erstmalig in der Geschichte des Volvo Ocean Race und von nun an zu jeder Regatta ein reines Frauenteam startet. Tracy Edward´s hat mit ihrer Maiden, einer 25 Fuß Slup eine kleinere Yacht als die männliche Konkurrenz. Trotzdem ersegelt sie in ihrer Klasse zwei Etappensiege. Für die Yacht Steinlager 2 vom Typ Ketsch unter Skipper Peter Blake aus Neuseeland war es ein verdienter Sieg. Zum zweiten Mal gewinnt der Sieger aller Etappen. Das Whitebread 1993-1994 wird wie schon in den anderen Regatten auf verschieden Booten gesegelt, nur kommt außerdem dem der Einsatz der neuen W 60 dazu. Behelfsregeln sollen wie gehabt die Unterschiede ausgleichen. Die Maxi-Yachten und die W 60 standen durchaus in direkter Konkurrenz, was die Rennen intensiver und enger werden ließ. Es gewinnt die Yacht NZ Endeavour vom Typ Maxi unter Skipper Grant Dalton. Sie läuft 9 Stunden vor Konkurrent Ross Field und seiner Yamaha, einer Yacht vom Typ W 60 ins Ziel ein. Dann zum ersten Mal im Rahmen dieser Regatta nehmen am Whitbread Round the World Race for the Volvo Trophy 1997-1998 nur Yachten vom Typ W 60 an den Rennen teil. Außerdem folgt eine Namenserweiterung mit dem erstmaligen Auftreten von Volvo als Sponsor der Trophäe. Gewertet wird nach Punkten, um kurze und lange Etappen gleichermaßen aufzuwerten. Insgesamt sollen 9 Etappen das Endergebnis bringen. Dieses Mal gewinnt der Schwede Paul Cayard auf seiner Yacht EF Language mit 138 Punkten Vorsprung vor seinem Verfolger.

Für die Regatta 2001-2002 werden die Volvo Group und Volvo Car Corporation gemeinsam Titelsponsor und das Event heißt nunmehr VOLVO OCEAN RACE. Zu diesem Anlass werden Zwischenstopps in Deutschland, Frankreich und Schweden eingelegt, um Volvos wichtigste Europäische Märkte einzubringen. Um die Regatta auch bis zum Schluss spannend zu halten wird das Punktesystem überarbeitet. Sieger wird John Kostecki aus den USA. Er startete mit seiner Illbruck Challenge unter deutscher Flagge. Bereits 1997-1998 war Kostecki Co-Skipper auf der Chessie-Racing und wurde damals sechster. Die 3. Etappe des Race wurde zusammen mit der legendären Sydney-Hobart- Regatta gesegelt. Auch beim VOLVO OCEAN RACE 2005-2006 kommt es zu einige Neuerungen. Gestartet wurde erstmalig nicht in Großbritannien sondern in Galicien in Sanxenxo am 5. November 2005. Zieleinlauf ist in Göteborg in Schweden, dem Hauptsitz des Sponsors am 17. Juni 2006. Die Regatta wird mit dem neuen Bootstyp Volvo Open 70 gesegelt. Neun Monate Zeit für 57000 Kilometer in 9 Etappen. Außerdem neu eingeführt werden die „In-Port-Races“ , Pit-Stop-Häfen und bestimmte Kontrollpunkte. Noch einmal wird zudem das Punktesystem überarbeitet. Nach 9 Etappen und 7 In-Port-Races gewinnt die ABN AMBRO ONE unter Skipper Mike Sanderson. Am 4. Oktober 2008 startete das VOLVO OCEAN RACE 2008-2009. ES wird der Bootstyp „Open 70“ gesegelt. Nach 7 In-Port-Races und 10 Etappen läuft die Ericsson 4 unter Skipper Torben Grael am 27. Juni 2009 als Sieger ins Ziel in Stockholm ein.

Die Entwicklung der Yachten
Die beeindruckende TECHNIK der größten Fleet-Race-Regatta ROUND THE WORLD entwickelt sich mehr und mehr in Laufe der Jahre. Zu Beginn der Regatta 1973 starten 17 Yachten die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Egal ob Swan, Maxi-Yacht oder Maiden, von 1973 bis 1989 nahmen Skipper mit den verschiedensten Booten und Bootsklassen am ROUND THE WORLD RACE teil. Doch die Erfahrungen dieser vergangenen Jahre zeigen mehr und mehr die Probleme unterschiedlicher Bootsklassen. Durch verschiedenste Größen und Formen resultierten zum Teil enorme Segelflächendifferenzen. So war die letzte Yacht 1990 erst 52 Tage nach Blake im Ziel. Man entwickelte daraufhin die einheitliche Bootsklasse W60. Zum Whitbread 1993-1994 wird den Maxi-Yachten trotz Proteste die Teilnahme an diesem 8. WHITBREAD nicht verwehrt da man befürchtete das der Regatta nicht genug neue Boote zur Verfügung stehen würden. Dann 1997 wird einheitlich auf Yachten der W60 Bootsklasse gestartet. Das führt zu einer Aufwertung der Etappen und zu engen, sportlichen Rennen. 2005 startet das VOLVO OCEAN RACE wieder mit einem neuen Bootstyp, dem Volvo Open 70. Die Yacht ist rund 1000 kg leichter als ihr Vorgänger, die W60. Zudem hat sie eine größere Segelfläche und neu ist auch der schwenkbare Kiel. Die VO 70 wird damit zum derzeit schnellsten Mono der Welt. Die 57000km lange Route wird so in nur 9 Monaten gesegelt. Das Resultat; auf der ersten Etappe von Alicante nach Kapstadt stellt die Ericsson 4 im VOR 2008 einen neuen Segelrekord für Monos auf. Als erste Yacht der Welt durchbricht sie am 29. Oktober 2008 die Schallmauer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Ericsson 4 betrug bei der Rekordfahrt 25,11 Knoten. Das entspricht 46,5 Kilometer pro Stunde.
Und das ist erst der Anfang. Auch in den kommenden Jahren können wir uns auf ein VOLVO OCEAN RACE der Spitzenklasse freuen.
Weitere Informationen zu den Volvo Open 70 Yachten.


Volvo Ocean Race 2008/2009

Das härteste Rennen um die Welt startete im Septmeber 2008 mit den wohl exotischsten Etappen seiner Geschichte. Die Etappen des Volvo Ocean Race ähneln einem Wirtschaftsatlas oder einem Aktienpaket. Denn viele der Häfen liegen zum ersten mal in Indien und China. Es geht zum ersten Mal in den Nahen Osten. Sydney das Zentrum der Segelwelt wird ausgelassen, sowie das Sydney-Houbart Race. Auch West-Europa ausgenommen von Schweden kommt diesesmal sehr kurz. Das Ziel des Volvo Ocean Race ist zum ersten Mal in Russland, St. Petersburg ist auch bei google.map eine imposante Stadt, immerhin die zweitgrößte Russlands. Ein deutsches Team ist bei diesem Volvo Ocean Race leider nicht dabei. Wobei Puma ja ein deutsches Unternehmen ist, aber die Volvo Open 70 aber nicht unter deutscher Flagge segelt. Wenn man das alles so hört, kommen die Erinnerungen an den Zieleinlauf der Illbruck in Kiel wieder auf.
Das Volvo Ocean Race gehört zu den spektakulärsten Regatten der Welt. Denn es geht einmal um die ganze Welt, nur dieser Punkt allein ist schon sehr aufregend. Um die Regatta sehr viel spannender zu gestalten werden seit dem White Bread Race 1998 Einheitsklassen auf der Weltumseglung genutzt. Die Rennyachten wurden ständig weiterentwickelt und heute steht die Volvo Open 70 auch VO70 genannt auf dem Höhepunkt der Technik. Diese Yachten gehören mit bis zu 40 Knoten Höchstgeschwindigkeit zu den schnellsten Yachten der Welt. Haushohe Wellen und Orkane beflügeln die Volvo Open 70.

Die Beiträge zum aktuellen Volvo Ocean Race findet Ihr in der Kategorie Regatten

Ergebnisse 2009:
Position – Team – Punkte
1 Ericsson 4 – 114.5
2 PUMA Ocean Racing – 105.5
3 Telefonica Blue – 98.0
4 Ericsson 3 – 78.5
5 Green Dragon – 67.0
6 Telefonica Black – 58.0
7 Delta Lloyd .- 41.5
8 Team Russia – 10.5


Copyright Volvo Ocean Race 2008-2009

2008/2009 wurde die längste Route des Volvo Ocean Race gesegelt. Hier ist einmal die Route mit den einzelnen Etappen. Auf den Routen und den einzelnen Makierungen findet Ihr Videos und Bilder zu der jeweiligen Etappe und den In-Port Races. Viel Spaß damit.

Volvo Ocean Race auf einer größeren Karte anzeigen

Zu diesem spannenden Rennen um die Welt gibt es jede Menge Bücher und DVDs, hier haben wir Euch die besten zusammengestellt.

Willst Du auch mal auf einer VO60 oder VO70 mitsegeln? Unter folgendem Link findest Du die passenden Angebote:


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